Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken sind Kernkompetenzen des 4K-Modells (kurz 4K, englisch Four Cs oder 4Cs), die für Lernende im 21. Jahrhundert von großer Bedeutung sind.
Der US-amerikanische Professor für Lernforschung Mitchel Resnick hat weitere 4 Komponenten genannt, die mindestens genauso zukunftsweisend sind, wie die 4K: PROJECTS, PEERS, PASSION, PLAY.
Die Passion steht für intrinsische Motivation, die für echte Kooperation und Kollaboration notwendig ist, um mit einer Gruppe von Gleichgesinnten (Peers) Projekte anzustoßen, die wirklich Spaß machen und persönlichen sowie (idealerweise auch) gesellschaftlichen Sinn ergeben. Das Spiel (Play) ist ein Urtrieb der Menschen, welches eine entdeckende, kreative Auseinandersetzung mit der Umwelt im Rahmen der gemeinsamen Projekte ermöglicht, aber auch Regeln erfordert und Umgang mit Niederlagen beibringen kann, was auch als Resilienz essenziell ist.
So ergänzen und verdeutlichen die 4Ps den wahren Wert der 4Ks. Offensichtlich können die 4Ks sich erst dann in vollen Zügen entfalten, wenn die 4Ps im Spiel sind.
Die 4Ks geben uns die Werkzeuge:
- Kreativität für neue Lösungswege
- Kritisches Denken für fundierte Entscheidungen
- Kollaboration für gemeinsame Stärke
- Kommunikation für echten Austausch
Die 4Ps bringen sie zum Leben:
- Projects – Wir lernen durch konkretes Tun
- Peers – Gleichgesinnte inspirieren und unterstützen
- Passion – Intrinsische Motivation treibt uns an
- Play – Spielerisches Entdecken macht Lernen zur Freude
Lehrende als Vorbild
Die 4Ks werden überwiegend im Kontext von bildenden Instanzen wie (Hoch)Schulen und vor allem in Bezug auf die Lernenden projiziert. Allerdings müssen auch die Lehrenden sowie andere Sozialisationsakteure in der Lage sein diese Kompetenzen vorzuleben, um die Transformation tatsächlich flächendeckend voranzutreiben. Wie sieht es konkret aus? Ein Kollegium, das nicht nur über Projektarbeit spricht, sondern selbst begeistert fächerübergreifend zusammenarbeitet. Schüler, die nicht für Noten lernen, sondern weil sie brennende Fragen haben. Fortbildungen, die Spaß machen statt zu ermüden und keine „Eintagsfliegen“ sind sondern einen echten, kontinuierlichen, bereichernden Austausch als Format in den Mittelpunkt stellen.
Das ist keine Utopie. Das passiert bereits – in Demokratieplanspielen, agilen Schulprojekten, innovativen Lernformaten und transformativen Teams. Die Lücke zwischen Vision und Wirklichkeit ist groß. Aber sie ist überbrückbar.
Aber Hand auf Herz – wie hoch ist der Anteil in Ihrem Kollegium an Ihrer (Hoch)schule oder in Ihrem Unternehmen, der tatsächlich am öffentlichen Diskurs aktiv teilnimmt, kollaborativ und vielleicht sogar fächer- bzw. branchenübergreifend Materialen, Kurse, Präsentationen erstellt und seine Erfahrungen diesbezüglich teilt? Wie viel Spaß ist in Ihrem Job erlaubt bzw. wie viel Spaß haben Sie beim Ausüben Ihrer beruflichen Tätigkeit? Und wie kann man das alles zum Besseren wenden im Sinne von 4Ks und 4Ps? Sowohl in der Schule, als auch im Beruf und im alltäglichen Leben?
Wir können gemeinsam nach Antworten und Lösungsmöglichkeiten suchen, die gesellschaftliche Transformation geleitet von 4Ks und 4Ps voranzutreiben. Dies können Sie zum Beispiel hier oder oder bei LinkedIn durch Kommentare zu meinen Beiträgen machen oder auch durch gemeinsame Projekte und Visionen!
P.S. Gegenseitiger Respekt ist eine wichtige Voraussetzung sowohl für eine spannende Diskussion als auch für die Zusammenarbeit, die allen Beteiligten Spaß macht. Let’s go!
